Komödie Rügen zeigt:
Johann Wolfgang von Goethe
DER ZAUBERLEHRLING

1.BILD

Man sieht Meister und Lehrling auf einer Waldlichtung: der Meister referiert über die Natur. Die beiden Geister Uriel und Ithuriel, für den Lehrling unsichtbar, tanzen dazu. Der Lehrling langweilt sich fürchterlich und bekommt großen Hunger. Der Meister packt den mitgebrachten Picknickkorb aus und verspeist genussvoll ein Hühnerbein. Der Lehrling bekommt nichts und wird rasend vor Wut. Die Geister stellen ihm ein Bein, er stürzt und schreit. Der Meister kommt herbei und heilt die Wunde mit Zauberei. Der Lehrling nutzt die Gunst der Stunde und bettelt, der Meister möge ihm zeigen wie man einen Vogel zaubert. Der Meister zaubert zwei Pfauen, die auf der Lichtung tanzen. Übermütig tanzt der Bube mit. Ruft gar aus: "Ich bin ein Gott!" Der Meister, ob solcher Selbstüberschätzung sichtlich verärgert, jagt ihn nach Hause zum Putzen der Halle.

 

2. BILD

Schimpfend fegt der Lehrling die Halle: "Hätte Gott mich anders gewollt, hätt´er mich anders gebaut!" Der Meister will am Abend noch ausgehen und vorher ein Bad nehmen. Vor den Augen des Lehrlings zaubert er die dienstbaren Geister herbei, um sein Bad zu füllen, ihm duftende Essenzen zu reichen und zu seinem Gefallen zu tanzen. Der Lehrling, voller Neid, verspottet den Meister. Der Meister erkennt den Hochmut seines Schützlings und will ihn davon heilen: er verspricht ihm, ihm seinen größten Wunsch zu erfüllen er soll im magischen Kreis erschauen, wer seine Eltern sind, woher er kommt, wer er ist. Der Meister eröffnet ihm das innerste seiner Seele: er glaubt ein Fürstensohn edelster Herkunft zu sein! Der Meister stellt ihn vor die Wahl: will er Wahrheit oder Traum? Der Bube entscheidet sich für die Wahrheit: in einem Rückblick sieht er seine Mutter, eine arme Bäuerin, die im Gebirge in einem zerfallenen Tempel lebt. Und er erfährt, dass er von seinem Meister geraubt worden ist.

 

3. BILD

Der Lehrling hat seine Lektion gelernt: als er ein Gemälde kopieren soll, gequält und verspottet von den beiden Geistern, verzweifelt er an seiner Aufgabe. Erstmals ist er mit sich unzufrieden und bittet den Meister um Rat. "Ich stehe wie vor einer Last ein Mann, die er tragen soll und nicht heben kann!" Der Meister aber, stellt ihn auf die Probe: er überreicht ihm den lang ersehnten Zaubermantel und weist ihn an: "ES TREFFEN SICH AN EINEM DUNKLEN ORT DIE MEISTER ALLER MEISTER. ICH LASS DICH HIER UND GEHE FORT, LASS AUCH DIE BEIDEN GEISTER. DOCH HÜTE DICH DIE KRÄFTE AUFZUWECKEN, DIE IN DIESEN BEIDEN STECKEN!" Der Meister verläßt das Haus. Übermütig ruft sein Schützling aus: "JETZT IST DER TAG GEKOMMEN AN DEM MEINE STUNDE SCHLÄGT. DAS LEBEN IN DIE HAND GENOMMEN, DAß ES REIFE FRÜCHTE TRÄGT!"

 

4. BILD

Und er beginnt:

"WALLE! WALLE" MANCHE STRECKE.
DAß ZUM ZWECKE WASSER FLIEßE
UND MIT REICHEM VOLLEM SCHWALLE
ZU DEM BADE SICH ERGIEßE..."

Und die Geister erwachen und beginnen Wasser in die Halle zu schütten... Untermalt von Dukas berühmten Orchesterscherzo „Der Zauberlehrling“ beginnt ein großes Finale mit einem überraschenden Ende ..

 


Im Spielplan der
Komödie Rügen
Waldstr. 4
18586 Göhren
Te. 038308-84038
medias@online.de
Medias@o